UN News | November 2012

UNGM führt neues Kodierungssystem ein

Aus UNCCS wird UNSPSC: Die zentrale Beschaffungsplattform der Vereinten Nationen United Nations Global Marketplace (UNGM) hat seit 5. November ein neues Kodierungssystem.
Ab sofort werden Produkte und Dienstleitungen nach dem United Nations Standard Products and Services Codes klassifiziert. Auch für alle auf dem UNGM veröffentlichten Ausschreibungen werden die neuen UNSPSC-Codes verwendet.

Der Übergang von UNCCS zu UNSPSC
Unternehmen, die sich nach dem alten System auf dem UNGM registriert haben, sollten ihre Codes überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten. Zwar wurden die alten Codes automatisch in das neue Format umgewandelt – aufgrund der neuen Codestruktur kann es aber passieren, dass nicht alle Codes korrekt erfasst wurden. Es kann auch vorkommen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung im neuen System nicht mehr vorhanden ist. In diesem Fall sollte das Unternehmen die Einrichtung eines neuen Codes anfragen (mehr dazu unter Weiterführende Links).

In der Übergangsphase ist es auf dem UNGM noch möglich,  die alten UNCCS-Codes zu finden und sehen, wie sie in UNSPSC „übersetzt“ wurden. Eine Anpassungstabelle ist auf dem UNGM ebenfalls verfügbar.

Die Struktur der UNSPSC-Codes
Das UNSPSC-System besteht aus achtstelligen, numerischen Codes, die in vier Ebenen aufgeteilt sind. Die alten UNCCS-Codes waren hingegen nur sechsstellig.

Das neue System basiert auf Segments (XX000000), Families (XXXX0000),  Classes (XXXXXX00) und Commodity (XXXXXXXX). Die Segmente von 10 bis 69 sowie 95 stehen für Produkte. Dienstleistungen sind in den Segmenten von 70 bis 94 zu finden. Die Codes werden in zehn  Kategorien (von  A bis J) angezeigt, um besser navigieren zu können – diese Überkategorien können nicht ausgewählt werden, sondern dienen nur zum besseren Verständnis.

Weiterführende Links:

UNSPSC Guidelines
United Nations Global Marketplace - UNSPSC Codes

Quelle: UNGM.org, UNSPSC.org

 

UN-Organisationen im Überblick: Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)


Die UNESCO fördert die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur. Ziel ist es, die Menschenrechte zu stärken und das Rechtsstaatsprinzip zu verbreiten. 

Die UNESCO ist eine der Sonderorganisationen der Vereinten Nationen: Sie ist rechtlich, organisatorisch und finanziell selbstständig, durch den Wirtschafts- und Sozialrat aber eng mit dem Rest der UN-Familie verbunden. Die UNESCO wurde 1946 gegründet und gehört damit zu den ältesten Organisationen der UN. Der Hauptsitz der Organisation ist in Paris.

Großer Beschaffungsbedarf im Dienstleistungsbereich

Die UNESCO kauft jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von etwa 250 Millionen US Dollar. 70 Prozent des gesamten Beschaffungsvolumens geht an professionelle Dienstleistungsanbieter.*

Der Bedarf besteht einerseits bei der Umsetzung von UNESCO-Projekten in den Bereichen Erziehung/Bildung, Kultur, Natur-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaft sowie Kommunikation und Information. Andererseits benötigt die UNESCO auch Waren und Dienstleistungen für den eigenen Betrieb. Hier werden vor allem  Informationstechnologie, Gebäudeunterhaltung und Sanierung sowie Seminarorganisation, Studien, Evaluationen und Übersetzungen nachgefragt. 

*Individuelle Consultants sollten sich mit ihrem Lebenslauf direkt im Roster of Consultants registrieren. Für Lieferanten läuft die Registrierung über den United Nations Global Market Place (UNGM).

Weiterführende Links:

Homepage der UNESCO
Informationen zum Beschaffungswesen der UNESCO
UNESCO's Roster of Consultants

Quelle. UNESCO.org

 

Delegationsreise für deutsche Unternehmen zum UN-Standort Rom


Insgesamt 14 Unternehmen nahmen vom 29. -31. Oktober am UN Seminar in Italien teil. Die Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen kamen hatten das gemeinsame Ziel, sich über den Beschaffungsbedarf der in Rom ansässigen UN-Organisationen WFP, FAO und IFAD zu informieren. Dazu stand die Besichtigung, der United Nations Logistic Base (UNLB) in Brindisi auf dem Programm.

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat das Ziel, die Nahrungsmittelversorgung in Regionen, die von Krisen und Katastrophen betroffen sind, zu sichern. Mit einem jährlichen Beschaffungsvolumen von etwa 2.532 Millionen US$ ist das WFP bei weitem der größte Abnehmer der in Rom ansässigen Organisationen. Das Programm kauft in drei Kategorien ein: Food, Goods & Services und Transport. Der Einkauf von Nahrungsmitteln macht fast die Hälfte des Gesamtvolumens* aus. Ein Drittel des Beschaffungsvolumens des WFP wird auf Logistik- bzw. Transportdienstleistungen verwendet.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) hat die Aufgabe, die Produktion und die Verteilung von landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere von Nahrungsmitteln zu verbessern. Im Gegensatz zum WFP konzentriert sich FAO aber nicht auf Nahrungsmittel-Endprodukte, sondern auf Chemikalien (Düngemittel und Pestizide), landwirtschaftliche Produkte (Saatgut, Setzlinge etc.), landwirtschaftliche Maschinen und Geräte und Tierarzneimittel (z.B. Impfstoffe). Auch Transportdienstleistungen und Informationstechnologie werden von FAO nachgefragt.

Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) will die Armut der ländlichen Bevölkerung in Entwicklungsländern überwinden, höhere Löhne durchsetzen und die Nahrungsmittelversorgung verbessern. IFAD arbeitet hauptsächlich mit Dienstleistungsanbietern, z.B. in den Bereichen Stadtentwicklung, ländliche und regionale Entwicklung sowie Transport und Logistik. Produkte wie Fahrzeuge, IT und Telekommunikationsausrüstung werden jedoch ebenfalls von IFAD eingekauft.

Das Seminar machte deutlich, dass die drei Organisationen zwar unterschiedliche Schwerpunkt und Einkaufsbedürfnisse haben, aber dennoch nach den gleichen Prinzipien arbeiten. Alle nutzen die Online-Plattform United Nations Global Marketplace (UNGM). Seit 2010 haben WFP, FAO und IFAD zudem ein Common Procurement Team, das gemeinsame Ausschreibungen für die drei Büros abwickelt. Die gemeinsamen Ausschreibungen sind ebenfalls auf dem UNGM zu finden.

* 1,2 Milliarden von 2,6 Milliarden US$

Weiterführende Links:

WFP Procurement
FAO Procurement
IFAD Procurement


Veranstaltungen

Save the date
10th EU UN-Procurement Seminar, NYC, New York 6.-8. Mai 2013
Anmeldung ab 15. Januar 2013

EU UN-Procurement - Training for Trade Professionals,
NYC, New York 7.-8. Februar 2013
Nur für Trade Organizations, Chambers of Commerce und Government Agencies

Workshop - UN & Weltbank für deutsche Unternehmen der Medizintechnik, Washington, D.C. 4. Dezember 2012




Links

AHK Dänemark

AHK USA - New York

Annual Statistical Report on United Nations Procurement 2011

United Nations Global Marketplace


Kontakt


Nicole Klug
Deutsch-Amerikanische Handelskammer


Tel.: +1 (212) 974-8853
E-Mail: nklug@gaccny.com

 


Mie Jessen Jakobsen
Deutsch-Dänische Handelskammer


Tel.: +45 33 41 10 34
E-Mail: mjj@handelskammer.dk


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