UN News | August 2012

UN-Beschaffung lag bei $14,3 Mrd. in 2011


Die Gesamtsumme für die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen der Vereinten Nationen lag bei  $ 14,3 Mrd. in 2011, und somit leicht unter dem Vorjahr.

Der Bericht zeigt, dass das gesamte Beschaffungsvolumen der Organisationen der Vereinten Nationen von $ 14,5 Mrd. im Jahr 2010 auf $ 14,3 Mrd. im Jahr 2011 sank – was einem Rückgang von 1,9 Prozent entspricht.  Dies ist der erste verzeichnete Rückgang in der jährlichen Berichterstattung des UN-Beschaffungsvolumens seit 2002.*

Beschaffungstrends der Vereinten Nationen
Eine Beschaffungsreform der General Assembly Resolution animiert  die Organisationen der UN, Beschaffungschancen für Zulieferer aus Entwicklungs- und Schwellenländer zu erhöhen. In Reaktion darauf haben die Organisationen der Vereinten Nationen den Lieferanten dieser Länder mehr Aufträge erteilt. Deshalb ist diese Art von Aufträgen in den vergangenen fünf Jahren stetig und stark gestiegen. 

Der Anteil Deutschlands am UN-Beschaffungsvolumen in 2011 ist im Vergleich zu 2010 um 0,02 Prozentpunkte gefallen; somit trotzen deutsche Unternehmen der generellen Tendenz der UN-Beschaffung (ein Rückgang von 1,9 Prozent).

Die USA und die Schweiz (beide Länder haben große UN-Büros) waren insgesamt gesehen die Hauptlieferanten, gefolgt von Indien, Russland und Afganistan (drei Länder aus der Gruppe Entwicklungs- und Schwellenländer). Unter den Top 10 Lieferländern im UN-System befinden sich zwei weitere große UN-Standorte: Italien und Dänemark.

Weiterhin gute Geschäftsmöglichkeiten
Trotz des leichten Rückgangs des gesamten UN-Beschaffungsvolumens und einem Wachstum bei Aufträgen aus Entwicklungs- und Schwellenländern (60 Prozent der gesamten UN-Beschaffung in 2011), bieten die Organisationen der Vereinten Nationen gute Umsatzmöglichkeiten für deutsche Unternehmen.

Die Bereiche Transport, Airline Management & Operations, Sicherheitsdienste, Management Consultancy Services und  Investitionen & Fonds zählten 2011 zu den häufigsten Dienstleistungen deutscher Unternehmen. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen vor allem im Bau-, Ingenieur-, Architekturbereich und in der Telekommunikation, da diese Bereiche von UN-Seite stark nachgefragt werden.

Auch der Warenhandel mit den Vereinten Nationen bietet gute Geschäftsmöglichkeiten. Bislang liefern deutsche Unternehmen vor allem Nahrungs- und Arzneimittel, medizinische Ausrüstung, Fahrzeuge, Laborausrüstung und Baumaterialien. Große Nachfrage besteht bei den Vereinten Nationen aber auch nach Produkten aus den Bereichen Computer & Software, Notunterkünfte, Chemikalien, Möbel und Bildungsmaterialien.

Quelle: 2011 Annual Statistical Report on United Nations Procurement

*Im Jahr 2002 sank das gesamte Beschaffungsvolumen der UN von $4,6 Mrd. in 2001 auf $4,5 Mrd. – dies entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozent.

 

UN-Organisationen im Überblick: IFAD – Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung


Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom.

Auf der World Food Conference 1974 wurde als Reaktion auf die weltweite Nahrungsmittelkrise die Einrichtung des Fonds beschlossen. Drei Jahre später wurde IFAD als internationale Finanzinstitution gegründet. Aktuell sind 168 Staaten an der Organisation beteiligt. Ziel von IFAD ist es, die Armut der ländlichen Bevölkerung in Entwicklungsländern zu überwinden, höhere Löhne durchzusetzen und die Nahrungsmittelversorgung zu verbessern. Weltweit ist der Fonds in 119 Ländern und Gebieten aktiv.

Beschaffungssystem
2011 kaufte die Organisation Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 44 Millionen US Dollar. Häufig eingekauft wurden neben Dienstleistungen in den Bereichen ländliche, urbane und regionale Entwicklung unter anderem Miet- und Leasingservices, IT und Finanzdienstleistungen. Beispielsweise waren die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Deutsche Asset Management International GmbH bei Ausschreibungen erfolgreich.

Seit 2010 haben die drei in Rom ansässigen Organisationen – WFP, FAO und IFAD – ein gemeinsames Procurement Team. Ausschreibungen werden online auf dem United Nations Global Market Place (UNGM) veröffentlicht. Dort können sich Unternehmen auch als potenzielle Lieferanten registrieren.

Weitere Informationen über IFAD: www.ifad.org

 

UN Procurement Seminar exklusiv für deutsche Unternehmen!


Das große Einkaufsvolumen der Vereinten Nationen bietet deutschen Unternehmen interessante Geschäftsmöglichkeiten, sowohl im Waren- als auch im Dienstleistungsbereich.

Zur Förderung der sich daraus ergebenden Chancen organisiert DEinternational Italia Srl vom 29. bis zum 31. Oktober 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eine Delegationsreise für deutsche Unternehmen nach Rom und Brindisi.

Ziel ist dabei das Kennenlernen der zentralen Onlineplattform United Nations Global Market Place (UNGM), sowie die besonderen Anforderungen an die Zulieferer der in Rom ansässigen Organisationen der Vereinten Nationen (FAO, WFP und IFAD).

Am 31. Oktober steht eine Besichtigung des logistischen Standortes in Brindisi auf dem Programm.

Im Anschluss zu den Vorträgen werden Einzeltreffen (One-on-One Meetings) mit den Einkaufsverantwortlichen der Organisationen der Vereinten Nationen stattfinden.

Weitere Informationen

Zur Anmeldung


Veranstaltungen

UN Procurement Seminar, Rom
29.-31. Oktober 2012 


Links

AHK Dänemark

AHK USA - New York

Annual Statistical Report on United Nations Procurement 2011

United Nations Global Marketplace


Kontakt


Nicole Klug
Deutsch-Amerikanische Handelskammer


Tel.: +1 (212) 974-8853
E-Mail: nklug@gaccny.com

 


Mie Jessen Jakobsen
Deutsch-Dänische Handelskammer


Tel.: +45 33 41 10 34
E-Mail: mjj@handelskammer.dk

 


Abonnement

Diese E-Mail wurde versendet von un-news@gaccny.com

Zur Abmeldung oder Ummeldung des Newsletters.